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«Dem Menschen sind in seiner Vorstellung keine Grenzen
 
gesetzt ausser denen, die er sich selbst setzt
 
Richard F. Estermann

Der wahre Champion

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannOft höre ich die Fragen: «Was unterscheidet eigentlich einen 'normalen' Sportler von einem Champion?» Oder: «Wie werde ich ein Champion?»

Technik allein genügt nie, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Entscheidend ist die mentale Stärke eines Athleten. Sie ist die Grundlage aller erfolgreichen Sportkarrieren, denn sie entscheidet über Sieg oder Niederlage. Aus ihr kristallisiert sich der wahre Champion. Denken wir immer daran: Alle wichtigen Dinge spielen sich im Kopf ab!

Viele Spieler verlieren während eines Wettkampfs die Geduld, hadern mit dem Schicksal, verlieren ihre innere Balance oder zeigen negative Emotionen. Sie suchen auch die Schuld für eine Niederlage woanders.

Der Champion zeichnet sich aus durch innere Gelassenheit. Er ist entspannt, locker und gelöst, aber trotzdem voll konzentriert. Dazu mit dem notwendigen Selbstvertrauen, dem Glauben an seine eigenen Fähigkeiten und einer gesunden Portion Leidenschaft ausgestattet. Es gelingt ihm auch, das individuelle und für diese Sportart richtige, emotionale Erregungsniveau zu erzeugen. Der Champion verfügt über eine Resistenz gegen innere und äussere Störfaktoren und er hat die Fähigkeit, Gedanken und Gefühle bewusst zu steuern. Die positive Erwartungshaltung und eine klare Zielvorstellung, tragen ihn zum Sieg.

Gerade in kritischen oder extremen Wettkampf-Situationen, zeigen sich die mentalen Stärken eines Champions.
Das Ziel, ein wahrerer Champion zu werden, ist nicht von einem Tag auf den anderen zu realisieren. Meistens geht der Prozess Hand in Hand mit der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

PETRA LUSTENBERGER siegt am „Grand Prix“ von Pilsen

170508 Petra Lustenberger Sieg in PilsenDie Qualifikations-Wettkämpfe für die Europameisterschaften in Baku, sind voll im Gange. Nach den guten Resultaten in Berlin, startete die Schweizer Sportschützin PETRA LUSTENBERGER am international sehr gut besetzten „Grand Prix“ von Pilsen (Tschechien). Sie bestätigte ihre gute Form und belegte im Luftgewehr- Wettkampf mit 249,4 Punkten den ersten Platz! Nach der Qualifikation lag sie unter 118 Startenden Schützinnen noch auf Rang sieben. Im Final konnte sie sich dann aber mächtig steigern und als Siegerin den Wettkampf beenden.

Im Kleinkaliber- Match über 50 m liegend, belegte PETRA LUSTENBERGER zudem den dritten Platz.

Leben im Hier und Jetzt

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannIst das Ihnen auch schon passiert: Sie gehen aus dem Haus und wissen plötzlich nicht mehr, ob Sie die Türe abgeschlossen haben, ob der Kochherd ausgeschaltet oder das Licht gelöscht ist? Wenn ja, dann waren Sie beim Verlassen des Hauses nicht im Hier und Jetzt!

Es ist wichtig, dass wir jede Tätigkeit bewusst ausführen, als wäre sie das einzig Wichtige auf der Welt. Leider sind wir uns nicht mehr gewohnt, Gedanken und Tätigkeiten miteinander in Einklang zu bringen. Wenn wir eine Arbeit verrichten, konzentrieren wir uns nicht auf die Arbeit und wenn wir essen, konzentrieren wir uns nicht auf das Essen. So geht es praktisch den ganzen Tag. Überstürzte und unkontrollierte Handlungen passieren aber meistens dann, wenn wir nicht in der Gegenwart sind oder mit Gewalt etwas erzwingen wollen.

Um wirklich erfolgreich zu sein, müssen wir uns im Leben immer auf den Augenblick konzentrieren: Beruflich, privat und im Sport. Wir müssen unser Bewusstsein auf das lenken, was wir gerade tun, vom Anfang bis zum Ende. Wir konzentrieren uns nur auf die Gegenwart, auf das Hier und Jetzt und machen jede Tätigkeit und jede Handlung ganz bewusst, nach dem Motto: Das was ich jetzt mache und was jetzt geschieht, ist für mich wichtig. Alles andere hat für mich keine Bedeutung.

Das heisst für den Athleten im Wettkampf: Ich konzentriere mich voll auf die Gegenwart, auf das Hier und Jetzt und mache alles ganz bewusst. Nur das was JETZT geschieht, ist für mich wichtig. Dieses Bewusstsein gibt mir Sicherheit und Selbstvertrauen und ich freue mich auf den Wettkampf, voll Zuversicht und positiver Erwartung!

«Trainingsweltmeister»

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannFast jeder Athlet kennt die Situation: Die Trainingsleistung ist hervorragend, im Wettkampf kann er aber diese nicht abrufen. Und der Sportler weiss in der Regel auch nicht warum. Man spricht in diesem Fall etwas despektierlich von einem «Trainingsweltmeister».

Wo liegt das Problem? Einerseits daran, dass ein Training planbar ist (Ort, Zeit, etc.) und meistens in einer vertrauten Umgebung stattfindet. Das gibt dem Athleten Sicherheit und Geborgenheit. Im Wettkampf ist alles anders: Oft andere Bedingungen (Klima, Essen etc.), Konkurrenten, Zuschauer, die eigene Erwartungshaltung, diejenige der Fans, des Trainers, der Angehörigen und des Umfeldes. Er tritt deshalb nicht nur für sich selbst an, sondern auch für deren Erwartungen. Diese Situation erzeugt bei vielen Athleten einen gewissen Druck – sie verkrampfen sich. Nervosität, Versagensängste und Zweifel stellen sich ein.

Die persönliche Erwartungshaltung (Druck) und die Bewertung, welche der Sportler einem kommenden Wettkampf beimisst, entscheidet zu einem grossen Teil über seine Leistung. Es spielen sich bekanntlich alle wichtigen Dinge im Kopf ab. Deshalb gilt es, die Bedeutung eines Wettkampfes herunterzufahren nach dem Motto: «Ball tief halten». Dem kommenden Wettkampf mit Zuversicht, Freude und Gelassenheit entgegenblicken. Eine echte Hilfe ist dabei ein geeignetes Motivationstraining, aber auch Visualisierungen, positive Selbstgespräche und Rituale helfen. Im Rahmen dieser Kolumne werden wir uns mit dem einen oder anderen Thema noch befassen.

Erneuter Sieg für ISABELL GROSSMANN

Isabell GROSSMANNwillisauerbote.ch: Am 08. April war es wieder soweit: Die aus Zell stammende Thai-Kickboxerin ISABELL GROSSMANN trat im Rahmen der 7. „Casino Fight Night“ in Luzern zu einem weiteren Kampf an. Gegnerin war die routinierte Italienerin SOFIA ROSSO. Sie entpuppte sich im Laufe des Abends als sehr starke Gegnerin und verlangte von der Luzernerin alles ab. Es wurde auf Biegen und Brechen gefightet - der begeisternde Kampf wogte hin und her. Die Kämpferinnen schenkten einander nichts. Attraktive oder überraschende Aktionen von Frau Grossmann wurden von den Einheimischen Zuschauern mit tosendem Applaus begleitet. Nach einer ausgeglichenen zweiten Runde, brachte die Schlussrunde die Entscheidung. Mit 2:1 Richterstimmen ging der Sieg an Isabell Grossmann und sie erweiterte damit ihr Palmares um einen weiteren Erfolg.

Veröffentlicht im Willisauer-Bote. Hier die pdf-Datei.