Logo

«Dem Menschen sind in seiner Vorstellung keine Grenzen
 
gesetzt ausser denen, die er sich selbst setzt
 
Richard F. Estermann

Die Macht unserer Gedanken

Logo Rundschau  

Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannDer Grundsatz einer erfolgreichen mentalen Vorstellung lautet: Jeder Gedanke ist wie ein Samenkorn, das wir in die Erde legen. Es wird wachsen und Früchte tragen, je nach Art und Qualität des Samens. Und wir werden das ernten, was wir gesät haben!

Dementsprechend hat jeder Gedanke die Tendenz, sich zu verwirklichen. Vermeiden wir also negative Gedanken und Formulierungen. Auch bestimmte Wörter wie «Wenn und Aber» oder «hoffnungslos und unmöglich!».

Es ist ausserordentlich wichtig, dass unsere Gedanken und Vorstellungen positiv sind. Mental starke Persönlichkeiten entwickeln positive Energien durch Gedanken wie Optimismus, Vertrauen, Freude, Glück, Begeisterung, Mut, Erfolg, aber auch Ruhe und Gelassenheit.

R.W.Emerson sagte: Der Mensch ist das, was er den ganzen Tag über denkt! Doch wie viele Gedanken haben wir pro Tag und welcher Art sind sie? Nehmen wir an, dass uns pro Sekunde ein Gedanke durch den Kopf geht, dann sind das in einer Minute 60, in einer Stunde 3'600 und in einem Tag (bei 16 Stunden) 57'600 Gedanken. Die Frage ist: Wie viele dieser Gedanken sind positiv? Negative Gedanken, Erlebnisse und Gefühle, rufen Ängste, Befürchtungen und Zweifel hervor. Sie lassen uns falsch reagieren und handeln und der Athlet zählt oft schon beim Start zu den Geschlagenen!

Gedanken bestimmen nicht nur das Leben eines Sportlers, sondern auch Beruf und Alltag. Denken wir an Hiob: Was ich befürchtet habe, ist zu mir gekommen! Mit gezieltem mentalem Training, können wir uns positiv auf kommende Ereignisse vorbereiten.

Bestzeiten erreichen

Logo Rundschau  

Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannWie gehen SportlerInnen mit Nervosität um? Wie bändigt man die Angst vor dem theoretisch besseren Konkurrenten? Wie zeigt man seine bestmögliche Leistung auch unter schwierigen oder ungewohnten Bedingungen? All diese Fragen haben mich während meiner aktiven Zeit als mentaler Coach beschäftigt und meinen Alltag bestimmt. Und ich habe sie beantwortet. In mehr als 3000 Vorträgen, Kursen, Seminaren und Workshops über mentale Techniken für AthletInnen im In- und Ausland habe ich mein Wissen weitergegeben. Ich weiss, was SportlerInnen bewegt, und wie sie sich zu Höchstleistungen bringen können. Ich habe sie persönlich bei nationalen und internationalen Wettkämpfen betreut, ihnen das positive Denken und «Self-Management» nähergebracht.

Aber nicht nur SportlerInnen können mit mentalem Training punktgenau ihre Bestzeiten abliefern und sich zu Höchstleistungen motivieren, sondern auch diejenigen, von denen im Beruf einiges gefordert wird. Denn diese für den Sport gewonnen Fähigkeiten lassen sich leicht und vor allem gewinnbringend auch im Alltagsleben anwenden. Gerade im geschäftlichen Bereich ist die mentale Stärke ein absolutes Ass im Ärmel. Diese Parallelen zwischen Sport und Beruf habe ich bereits in meinem Beststeller «Spitze im Sport Spitze im Beruf, mit mentaler Stärke zum Erfolg» thematisiert.

Nun werden Sie in meiner Kolumne «Kompass» regelmässig von mir lesen, Tipps und Tricks erlernen, sich Ratschläge einholen und selbst motivieren. Und zwar nicht nur für den nächsten Wettkampf, sondern auch für zukünftige Herausforderungen und schwere Entscheidungen, vor denen wir alle mehrfach im Laufe des Lebens stehen.

Geheimwaffe Mentales Training

Logo Rundschau  

Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannSchon sehr früh, als die Schweiz noch ein «mentales Niemandsland» war, interessierten mich die Fragen: Warum gibt es Sportler die Erfolge haben und ihr Ziel erreichen, und andere nicht, obwohl sie genau so fleissig oder hart trainieren? Warum können viele Athleten bei wichtigen Wettkämpfen ihre gewohnte Leistung erbringen und andere versagen regelmässig, obwohl sie sehr gute Trainingsleistungen vorweisen können?

Diesem Phänomen wollte ich auf den Grund gehen und die Ursache herausfinden. Es war schnell klar: Herausragende Sportler zeichnen sich nicht nur durch Spitzenleistungen aus, sondern sie besitzen auch aussergewöhnliche mentale Fähigkeiten. Sie sind der Schlüssel zum Erfolg, denn Siege erringt man im Kopf!

Trotzdem hat das mentale Training noch nicht in allen Köpfen Einzug gehalten. Regelmässig bekomme ich Anrufe von Sportlern: «Wissen Sie, ich trainiere sehr viel, mache Fitness, aber komme trotzdem nicht weiter. Es ist wie verhext und ich weiss nicht, woran es liegt ...»

Wir müssen erkennen: Talent und technisches Können allein genügen im Sport nie, um wirklich erfolgreich zu sein. Entscheidend ist die mentale, emotionale und physische Stärke eines Athleten. Dazu gehören eine Portion Gelassenheit und Eigenschaften wie Hartnäckigkeit, Kampfgeist und ein unerschütterlicher Glaube an sich selbst. Diese und andere Eigenschaften lassen sich mit mentalem Training optimieren, damit der Sportler das von ihm gesteckte Ziel erreichen kann.

Ein Spiel oder ein Match wird letztlich im Kopf entschieden. Eine ganz entscheidende Rolle spielt dabei das mentale Training. Es wird in erster Linie mit dem Sport in Zusammenhang gebracht, denn heute gehört es zur «Grundausrüstung» eines Athleten. Es umfasst aber nicht nur diesen Bereich, sondern mentales Training kann uns auch helfen, bestehende Probleme zu lösen und uns ein glücklicheres und erfolgreicheres Leben bescheren. In diesen Beiträgen liegt das Schwergewicht beim Sport, berührt aber auch Alltagsthemen.

Wir machen zusammen in den nachfolgenden Kolumnen einen Ausflug in «mentale Landschaften» und verweilen bei einigen, speziellen Themen. Sie sitzen dabei in der ersten Reihe. Machen Sie es sich bequem.

Ankündigung!

Portrait Richard EstermannAb dem 06. Oktober erscheint in der „LUZERNER RUNDSCHAU“ eine neue Kolumne unter dem Titel KOMPASS. Schwerpunkt Sport. Die Kolumne erscheint 14-täglich, gibt interessante Informationen, Tipps, Hinweise und Ratschläge. Besondern in Richtung Mentales Training und verwandte Gebiete.

SPORT: Training und Wettkampf

SPORTNach den sportlichen Gross-Ereignissen der vergangenen Monate wollen sich viele Athleten für zukünftige Wettkämpfe besser vorbereiten. Im Mittelpunkt steht dabei das Abrufen der maximalen Trainingsleistungen im Wettkampf. Das grösste Problem ist nämlich immer noch für viele Sportlerinnen und Sportler das Erreichen der optimalen Leistung bei einem wichtigen Wettkampf.

Um was geht es? Das Phänomen ist allgemein bekannt und RIO 2016 hat es wieder in aller Deutlichkeit gezeigt: Viele Sportler können die im Training erzielten Leistungen an einem grossen Wettkampf nicht umsetzen. Man spricht in diesem Fall etwas despektierlich von einem „Trainingsweltmeister“. Das Phänomen ist unabhängig von einer Sportart, weltweit immer wieder zu beobachten. Das Erstaunliche dabei ist die Tatsache, dass sich der Sportler oder die Sportlerin ihr Versagen nicht erklären können. Sie finden keinen plausiblen Grund, warum sie ihre Leistung, welche sie doch im Training oft spielend erreichten, nicht abrufen konnten. Einige Athleten sind darüber erstaunt, andere schwer enttäuscht.

Training und Wettkampf sind in der Tat zwei ganz verschiedene Ereignisse. Das Training ist planbar und findet meistens in einer vertrauten Umgebung statt. Das verleiht dem Sportler Sicherheit und Geborgenheit. Im Wettkampf hingegen sind Ort und Zeit nicht planbar. Dazu kommen Konkurrenten, Zuschauer, die eigene Erwartungshaltung und diejenige des Trainers, der Angehörigen, des Umfeldes. Und man ist mit sich allein. Unbewusste Ängste und Selbstzweifel kommen hoch - die Angst vor einer Niederlage oder dem Versagen steht wie ein Gespenst im Hintergrund...

Die Ursache des Problems liegt allein im mentalen Bereich. Der Sportler steht sich sozusagen selbst im Wege denn wir wissen: Die mentale Stärke eines Athleten zeigt sich ganz besonders in kritischen und schwierigen Wettkampf-Situationen. Für diese Situationen wollen wir gewappnet sein! Zum Glück gibt es heute bewährte Strategien, um den erwähnten Teufelskreis zu durchbrechen und sich von negativen Verknüpfungen zu lösen.