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«Dem Menschen sind in seiner Vorstellung keine Grenzen
 
gesetzt ausser denen, die er sich selbst setzt
 
Richard F. Estermann

Der «sechste Sinn»

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard Estermann«Er machte instinktiv das Richtige und rettete damit sein Leben!» «Sie verliess sich bei der Entscheidung auf ihr Bauchgefühl.» «Er hatte den richtigen Riecher.»

Weltklasse-Goalies ahnen beim Elfmeter-Schiessen, in welche Richtung oder in welche Ecke der Ball fliegt. Gute Kampfsportler scheinen zu wissen, welchen Angriff der Gegner plant. Dies alles geschieht intuitiv. Doch was ist eigentlich Intuition?

Intuition – auch «innere Stimme» genannt – ist ein spontanes, geistiges Erfassen, eine plötzliche Erkenntnis oder Eingebung. Bilder, Gefühle oder Vorstellungen kommen spontan aus dem Unbewussten und sind plötzlich da. Es ist für die betreffende Person ein ganzheitliches Erkennen oder Wahrnehmen dessen, was geschehen wird oder was in einer Situation zu tun ist. Intuition kann uns auch vor einer Gefahr oder einer bedrohlichen Situation warnen oder sogar bewahren! Einige sprechen deshalb bei diesem Phänomen vom «sechsten Sinn».

Die betreffende Person weiss meistens nicht, warum sie so oder so handelt und sie hat auch keine Erklärung dafür. Sie hat einfach spontan die Eingebung, etwas ganz Bestimmtes zu tun. Und die Entscheidung im Bruchteil einer Sekunde ist meistens richtig, kann aber rational nicht erklärt werden. Auch viele Manager, Wissenschaftler und Forscher verlassen sich auf das «Bauchgefühl». Sie haben eine «Zündende Idee» und schon manche Erfindung ist auf diese Art zustande gekommen. Intuition ist im Sport unbezahlbar, denn sie kann im eigentlichen Sinn nicht trainiert werden. Meditation und mentale Techniken können sie aber fördern oder weiter entwickeln.

Rafael Nadal: Ein Rekord für die Ewigkeit

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannFür viele Sportler ist er das Vorbild schlechthin: Sympathisch, bescheiden, anständig und freundlich, ohne jegliche Starallüren. Immer mit dem nötigen Respekt vor dem Gegner. Gewinnt er ein Match, lobt er die Vorzüge seines Gegners, und verliert er einmal, ist nie jemand anders schuld, als er selbst. Kein Hadern mit dem Schicksal, kein «Ich hätte dieses Spiel unbedingt gewinnen müssen oder ich hätte es nicht verlieren dürfen».

Dabei hätte kaum ein Sportler mehr Grund als Rafael Nadal, mit dem Schicksal zu hadern, konnte er doch insgesamt drei Jahre in seiner Sportkarriere infolge Verletzungen nicht spielen. Aber immer wieder, nach monatelangen Verletzungspausen, kämpfte er sich mit seinem unbändigen Willen wieder an die Weltspitze zurück. Diese positiven Eigenschaften machten Rafael Nadal schon früh zum Publikumsliebling.

Es gibt Sportler, es gibt Champions und es gibt Superstars! Letztere zeichnen sich nicht nur durch eine grosse Anzahl Siege aus, sondern legen eine unfassbare mentale Stärke an den Tag, brillieren mit einem übermenschlichen Kampfgeist und geben niemals auf. Von dieser ganz besonderen Spezies Sportler gibt es nur eine Handvoll. Einer davon ist der 15-fache Grand-Slam-Sieger und «Sandplatzkönig» Rafael Nadal.

Nun hat er seiner einmaligen Karriere die Krone aufgesetzt. Er gewinnt das Grösste, Wichtigste und Schwerste Sandplatzturnier der Welt, zum zehnten Mal! Auch für Tennis-Experten einfach unfassbar. Es ist eine Leistung, die wir gar nicht richtig einschätzen können. Sie ist einmalig – ein Rekord für die Ewigkeit. Und neu ist Nadal wieder die Nummer zwei der Weltrangliste.

Eigene Stärken erkennen

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannWir kennen die Situation aus dem täglichen Leben. Plötzlich stehen wir vor unerwarteten, persönlichen oder beruflichen Schwierigkeiten. Veränderungen kündigen sich an.

Stellen Sie sich in dieser Situation verschiedene, grundsätzliche Fragen, wie z.B: «Was mache ich besonders gern? Welche Tätigkeit bereitet mir am meisten Freude? Was möchte ich in Zukunft tun?» Erhalten Sie darauf keine Antwort, kann Ihnen ein Berater, Mentor oder Coach weiterhelfen. Diese haben die Aufgabe, bei der betreffenden Person für eine Neuorientierung die vorhandenen Ressourcen zu aktivieren und zu nutzen. Es gilt, die momentane Situation zu analysieren, eine neue Zukunftsperspektive zu eröffnen, um das Leben wieder positiv und sinnvoll zu gestalten. Das ist das Ziel.

Immer öfter werde ich im Sport mit einer ähnlichen Situation konfrontiert: Der Athlet kommt im Laufe seiner Karriere nicht mehr weiter. Seine Technik ist fast perfekt, doch mental geht es nicht aufwärts. Er ist blockiert, sucht seine eigenen Stärken. Er weiss nicht, wie seine sportliche Zukunft aussieht und er kann deshalb auch keine persönliche Zielsetzung definieren. Ratlosigkeit stellt sich ein.

Fragen Sie sich in einer solchen Situation: «Wo liegen meine grössten Stärken und was sind meine besonderen Fähigkeiten?» Leider ist sich nur ein Bruchteil der Athleten ihrer eigenen Stärken bewusst. Ein erfahrener Mentalcoach kann bei ihnen schlummernde Ressourcen erkennen und freisetzen. Der Sportler erhält neue Impulse. Begeisterungsfähigkeit und Optimismus stellen sich wieder ein. Und er kann endlich sein längst angestrebtes Ziel anvisieren.

Der wahre Champion

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Kolumne "Kompass"

Portrait Richard EstermannOft höre ich die Fragen: «Was unterscheidet eigentlich einen 'normalen' Sportler von einem Champion?» Oder: «Wie werde ich ein Champion?»

Technik allein genügt nie, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Entscheidend ist die mentale Stärke eines Athleten. Sie ist die Grundlage aller erfolgreichen Sportkarrieren, denn sie entscheidet über Sieg oder Niederlage. Aus ihr kristallisiert sich der wahre Champion. Denken wir immer daran: Alle wichtigen Dinge spielen sich im Kopf ab!

Viele Spieler verlieren während eines Wettkampfs die Geduld, hadern mit dem Schicksal, verlieren ihre innere Balance oder zeigen negative Emotionen. Sie suchen auch die Schuld für eine Niederlage woanders.

Der Champion zeichnet sich aus durch innere Gelassenheit. Er ist entspannt, locker und gelöst, aber trotzdem voll konzentriert. Dazu mit dem notwendigen Selbstvertrauen, dem Glauben an seine eigenen Fähigkeiten und einer gesunden Portion Leidenschaft ausgestattet. Es gelingt ihm auch, das individuelle und für diese Sportart richtige, emotionale Erregungsniveau zu erzeugen. Der Champion verfügt über eine Resistenz gegen innere und äussere Störfaktoren und er hat die Fähigkeit, Gedanken und Gefühle bewusst zu steuern. Die positive Erwartungshaltung und eine klare Zielvorstellung, tragen ihn zum Sieg.

Gerade in kritischen oder extremen Wettkampf-Situationen, zeigen sich die mentalen Stärken eines Champions.
Das Ziel, ein wahrerer Champion zu werden, ist nicht von einem Tag auf den anderen zu realisieren. Meistens geht der Prozess Hand in Hand mit der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

PETRA LUSTENBERGER siegt am „Grand Prix“ von Pilsen

170508 Petra Lustenberger Sieg in PilsenDie Qualifikations-Wettkämpfe für die Europameisterschaften in Baku, sind voll im Gange. Nach den guten Resultaten in Berlin, startete die Schweizer Sportschützin PETRA LUSTENBERGER am international sehr gut besetzten „Grand Prix“ von Pilsen (Tschechien). Sie bestätigte ihre gute Form und belegte im Luftgewehr- Wettkampf mit 249,4 Punkten den ersten Platz! Nach der Qualifikation lag sie unter 118 Startenden Schützinnen noch auf Rang sieben. Im Final konnte sie sich dann aber mächtig steigern und als Siegerin den Wettkampf beenden.

Im Kleinkaliber- Match über 50 m liegend, belegte PETRA LUSTENBERGER zudem den dritten Platz.